Die Mauritzer begannen konzentriert, in der ersten Viertelstunde fanden die Hausherren überhaupt kein Mittel gegen den gut gestaffelten SVM, der clever verschob und die Räume eng machte. Coerde bot sich zwar eine optische Überlegenheit, mehr als harmlose Distanzschüsse kamen dabei aber nicht zustande. Mitte der ersten Halbzeit wurden die Mauritzer mutiger und wagten sich ihrerseits vor das Gehäuse der Teutonen, Manuel Fanti wurde im Strafraum elfmeterreif gelegt, der Pfiff blieb jedoch aus. Nur wenige Minuten später scheiterte Rechtsverteidiger Pascal Hilbers bei einem seiner Vorstöße aus spitzem Winkel am Pfosten und verfehlte kurz darauf per Direktabnahme das Tor um etwa einen Meter. In der 35. Minute zeigte sich Teutonia gnadenlos effektiv und nutzte den ersten richtigen Fehler der Gäste prompt zum 1:0 aus: Die Mauritzer verteidigten zu halbherzig und inkonsequent und konnten den Torschützen über 20 Meter nicht vom Ball trennen, so dass dieser sich die Ecke aussuchen konnte, Torwart Daniel Wienker war ohne Abwehrchance.
In der zweiten Hälfte erhöhte Coerde quasi mit dem Wiederanpfiff auf 2:0(46.). Wieder verteidigten die Mauritzer zunächst das Aufbauspiel der Gastgeber, dann die Flanke und schließlich den Abschluss zu schwach um ein Tor zu verhindern. Die Dritte brauchte jedoch nicht lange um sich zu schütteln, einer Direktabnahme von Patrick Lunecke nach Ecke fehlte aber noch die Genauigkeit zum Torerfolg. Die nächste Chance konnten die Mauritzer dann aber verwerten, Pascal Hilbers brach erneut auf rechts durch und spielte von der Grundlinie in den Rückraum auf den inzwischen eingewechselten Julian Matenaer, der zum 2:1 Anschluss traf.(55.).
In der Folge waren die Mauritzer bemüht und hatten über weite Strecken der zweiten Hälfte auch ihre ursprüngliche Kompaktheit zurück erlangt, in einem einzelnen Moment der Unaufmerksamkeit rettete Daniel Wienker. Ab der 70. Minute wurde das Spiel hitzig und zerfahren, geprägt von Nickligkeiten und Fouls, derer der Schiedsrichter aufgrund einer völligen Nichtleistung nicht Herr werden konnte. Der Unparteiische bewertete das Gros diverser Entscheidungen auf beiden Seiten entweder falsch oder gar nicht, was fast zu einer Entgleisung des Spiels führte. Richtiger Spielfluss war kaum noch erkennbar, die Schlussoffensive der Mauritzer überstanden die Teutonen unbeschadet und konnten sich über einen Sieg freuen. Die Mauritzer ihrerseits können ebenfalls auf eine gelungene erste Saisonhälfte mit 18 Punkten zurückblicken, in der man sich nur den enteilten Spitzenmannschaften der Liga geschlagen geben musste.


