Die Rollenverteilung vor Anpfiff war klar: Mladost, das im Aufstiegskampf Anschluss halten wollte, reiste als Favorit zum Coppenrathsweg und versuchte dieser Rolle von Beginn an gerecht zu werden. Die Mauritzer waren in den ersten Minuten noch unsortiert, Mladost nutzte dies sogleich für erste Abschlüsse aus, die jedoch vorerst das Gehäuse der Mauritzer verfehlten.
Der SVM versuchte über den Kampf gegen die spielstarken Gäste ins Spiel zu finden, nach einer guten Viertelstunde hatte man sich etwas besser auf das Geschehen eingestellt, mehr als zarte Torannäherungen sprangen für die Truppe von Peter Tinnefeld aber nicht heraus, zu beschäftigt war man mit der Verteidigung der schnellen Offensivleute der Mladostler.
Mit einem Quäntchen Glück und einem herausragenden Torwart Lukas Pronobis, der sich bereits in der ersten Halbzeit die Note 1 verdiente, konnten die Mauritzer bis kurz vor der Halbzeit das 0:0 halten, in der 43. Minute musste dann aber doch das 0:1 hingenommen werden.
Nach der Pause ergab sich ein ähnliches Bild: Mladost hatte das Spielgeschehen weitgehend in der Hand, der SVM hielt engagiert dagegen und machte es den Gästen so schwer wie möglich zu guten Einschussgelegenheiten zu kommen. In der 64. Minute halfen dann aber die Mauritzer selbst tatkräftig beim 0:2 mit, ein Freistoß in guter Position wurde ungenügend ausgespielt und Mladost konterte eiskalt.
Es schien als seien die Mauritzer geschlagen, doch eine Unsportlichkeit von Mladost, die nach einer roten Karte ab der 72. Minute in Unterzahl spielen mussten, lies die Mauritzer noch einmal an einer Überraschung schnuppern. Die neu gewonnen Räume nutzte der SVM für seine Schlussoffensive, ein Schuss von Janek Sanders an die Unterkante der Latte brachte noch keinen Erfolg, wenig später machte es der Defensivmann besser und verkürzte aus kurzer Distanz. (82.)
Weitere große Chancen waren den Gastgebern nicht vergönnt, in den letzten Minuten hatte eher Mladost durch Konterchancen die Möglichkeit zur Entscheidung, die jedoch unsauber ausgespielt oder von Schlussmann Pronobis entschärft wurden. Letzlich blieb es beim 1:2, bei dem sich die Mauritzer tapfer wehrten, aber auch erkennen mussten, dass die Top 5 der Liga dieses Jahr wohl außer Reichweite ist. Entsprechend fiel das Resümee von Trainer Tinnefeld nach dem Ende der Spielrunde aus: "Wir haben uns im Vergleich zur Vorsaison defensiv enorm verbessert, bei gleichem Punkteschnitt. Mit der Hinrunde können wir zufrieden sein und haben die Chance uns in der Rückrunde auf dem 6. Platz festzusetzen. Wenn man sieht wie viel Verletzungspech wir haben, war das schon eine ordentliche Hinrunde."


