Mit reichlich Personalsorgen reiste die Drittvertretung des SV Mauritz am Sonntagabend in Gievenbeck an, Trainer Tinnefeld vertraute auch aus diesem Grund seiner etatmäßigen Innenverteidigung um Till Jander und Phillip Aldendorff im Sturm; Julian M. rückte dafür auf die für ihn eher ungewohnte Innenverteidiger-Position gemeinsam mit Jan Welling. Die Dritte erwischte wie schon oft einen Klasse-Start, nach einem traumhaften Ball von Julian auf den enteilten Pascal Hilbers ließ Till Jander dessen Hereingabe zu Phillip Aldendorff durch, der nur durch Foul am Abschluss gehindert werden konnte. Den fälligen Elfmeter verwandelte wiederum Jander gewohnt sicher zum 0:1 (5.)
Die Gastgeber, bislang ungeschlagen und unter anderem erfolgreich gegen die Spitzenklubs von Mladost und Münster 08 IV, hatte seine Liebe Mühe mit dem engagiert geführten Spielstil der Mauritzer zurecht zu kommen. Die Gievenbecker übernahmen zwar die Kontrolle, konnten ihre Offensive, die im Schnitt nicht weniger als 4 Tore pro Spiel erzielt, jedoch noch nicht entfalten. In der 26. Minute wagten sich dann mutiger werdende Mauritzer erneut in den Strafraum und konnten sich prompt wieder belohnen: Unter gütiger Hilfe der Gievenbecker Verteidigung erzielte Phillip Aldendorff das 0:2. (26.)
Spätestens jetzt wurde den Gievenbeckern bewusst, heute keine Laufkundschaft zu Gast zu haben. Die Hausherren antworteten wütend, kombinierten nun zielstrebiger nach vorne, bis auf einen Kopfball an den Pfosten brachte der 1.FCG in der ersten Hälfte jedoch nichts mehr zustande, was auch an der hervorragenden Defensivarbeit der Dritten lag.
Eben mit dieser Leistung, vor allem in der Defensive, nahm sich die Dritte auch den zweiten Durchgang vor, leider fiel das Anschlusstor für Gievenbeck viel zu früh(47.), was psychologisch deutliche Konsequenzen hatte. Gievenbeck kam wie Phönix aus der Asche aus der Kabine, mit einem Mal kam jeder Pass zum Mitspieler, die erwähnte Offensivpower erwischte die Mauritzer mit ganzer Wucht, die nun überhaupt nicht mehr hinterherkamen. Nur 5 Minuten später musste die Dritte das 2:2 hinnehmen und auch bis zum Spielentscheidenden 3:2 in der 69. Minute bekamen die Mauritzer die Gastgeber nicht mehr in den Griff. Erst als Gievenbeck einigen Dampf rausnahm kam die Dritte wieder mehr ins Spiel, die Zeit reichte allerdings nicht mehr aus, um wenigstens noch einen Punkt mitzunehmen. Einige Standardsituationen erspielte sich der SVM in der Schlussphase noch, ohne das jedoch etwas zählbares dabei herumkam. Die beste Chance vergab Till Jander per Dropkick kurz vor Schluss. Am Ende war es eine schmerzhafte Niederlage für die Dritte, die jedoch auch die Erkenntnis mitnehmen darf, gegen jede Mannschaft der Liga mithalten und überraschen zu können.


