Nach dem Spiel mussten die Mauritzer mit einem Punkt zufrieden sein und hätten sich auch über eine Niederlage nicht beschweren dürfen, immerhin bewies die Mannschaft aber große Moral und erreichte kurz vor Schluss trotz zweier Zwei-Tore-Rückstände noch ein Unentschieden.
Die Mauritzer begannen in der Defensive mit der sechsten Variation einer Viererkette im sechsten Spiel. Dass sich so, bedingt durch ständige Personalnot, kein eingespielter Defensivverbund ergeben kann, dürfte klar sein. Der frühe 0:2 Rückstand hatte damit jedoch nichts zu tun, die zwei Tore kredenzten die Mauritzer den Grevenern auf dem Silbertablett, zwei hanebüchene individuelle Fehler bedeuteten den frühen Rückstand(14. und 19.)
Die Dritte riss sich danach zusammen, versuchte konsequenter zu verteidigen und nach vorne zu spielen. Zumindest die Defensive stand nach dem frühen Rückstand besser, was auch an der frühe System-Korrektur hin zu einer Dreierkette gelang. Offensiv hatte Mauritz das Heft des Handelns ganz klar in der Hand, spätestens ab der Strafraumgrenze verließen die Mannen von Peter Tinnefeld aber alle Kreativität und Ideen. Trotz großer Anstrengungen ergaben sich keine klaren Torchancen, auch im Aufbauspiel wirkte die Dritte oft unkonzentriert, spielte viele Fehlpässe, verrannte sich in Dribblings und entschied wenige Zweikämpfe für sich.
Mit der letzten Aktion vor der Pause konnten die Mauritzer aber neue Hoffnung schöpfen, Till Jander verlängerte eine feine Flanke von Tim Schlüter zum 1:2 ins Netz.(45.)
Nach der Halbzeit war der Dritten der Wunsch anzumerken, dieses Ergebnis unbedingt korrigieren und das Spiel herumbiegen zu wollen. Das Spielgeschehen änderte sich auch nicht, Greven war offensiv praktisch nicht präsent und Mauritz übte Druck aus, kombinierte jetzt auch etwas besser und zielstrebiger. Mitten in einer Drangphase der DJK gelang Greven dann überraschend das 1:3, wieder unter gnädiger Mithilfe der Mauritzer Defensive, die einen langen Ball zu inkonsequent verteidigte. Torhüter Patrik Rokstein konnte einem Leid tun, er verlebt zwar einen ruhigen Nachmittag, musste jetzt aber schon zum dritten Mal hinter sich greifen.
Das 1:3 tat den Bemühungen der Dritten jedoch keinen Abbruch, im Gegenteil, wenig später folgte die schnelle Antwort, nachdem Daniel Isverding über links durchgebrochen war und Janek Sanders in der Mitte bediente - nur noch 2:3.(69.)
Das 3:3 kurz vor dem Ende viel dann etwas glücklich, Mauritz hatte sich den Ausgleich aber durch seine Bemühungen verdient. Erneut war es Janek Sanders der nach einer billardähnlichen Szene zum 3:3-Endstand traf(88.). Betrachtet man nur dieses Spiel kann die Dritte mit dem Punkt gut leben, in der Tabelle wurde die Chance verpasst, Boden gut zu machen und setzt die Mauritzer am nächsten Spieltag beim ESV Münster II unter Erfolgszwang.


