Im Gegensatz zu den vorangegangenen Partien, die die Mauritzer auch durch eigene Fehler und Unaufmerksamkeiten unnötig lange offen gehalten hatten, präsentierte sich die Elf von Peter Tinnefeld diesmal von Anfang an wach und nahm den Derbycharakter in einem hart umkämpften Spiel an.
Die Saxonen spielten keinesfalls wie ein Tabellenletzter und hielten die Mauritzer in der ersten Halbzeit weitgehend vom Strafraum entfernt. Das Spiel fand hauptsächlich im Mittelfeld statt, die Dritte stand zwar defensiv sicher, konnte sich dafür aber vorne nur wenige Chancen erspielen. Ein Kopfball von Markus Gehle wurde vom Gästetorwart haarscharf um den Pfosten gelenkt, auf der Gegenseite bot sich den Saxonen die größte Chance des Spiels, eine Flanke segelte quer durch den Fünfmeterraum und verpasste Freund und Feind. Das 0:0 zur Pause war leistungsgerecht und die Mauritzer verstanden, dass sie sich nach Wiederanpfiff steigern mussten um den heutigen Gegner besiegen zu können.
Die Steigerung war deutlich zu erkennen, die Dritte kam fast wie verwandelt aus der Kabine, kombinierte besser, zielstrebiger und sicherer und führte nach einem Doppelschlag von Daniel Isverding(53. und 55.) schon 10 Minuten nach Wiederanpfiff mit 2:0. Jetzt war der SVM vollends im Spielgeschehen angekommen, Saxonia hatte größte Mühe sich den Angriffen der Gastgeber zu erwehren. Hendrik Hagerott erzielte nach ganz feiner Einzelleistung in der 65. Minute das 3:0, den letzten Pass erhielt er erneut von Markus Gehle, der sich heute als Assist-Geber profilierte und auch die ersten beiden Tore vorbereitet hatte.
Gehle selbst sorgte dann für das Sahnehäubchen auf diesem tollen Spiel, er verwandelte in der 85. Minute einen direkten Freistoß mit viel Gefühl zum 4:0-Endstand.
Schlussendlich siegten die Mauritzer aufgrund der Leistungssteigerung in Durchgang zwei verdient, bemerkenswert bleibt die Stärke im zweiten Durchgang, in dem der SVM gleich 20(!) seiner insgesamt 27 Tore erzielte. Am nächsten Sonntag bei Eintracht Münster gibt es vielleicht ja auch vor der Halbzeit Grund zum Jubeln.


